MTV-Schwimmer bei 100×100 in Lübeck

2019-01-03 Bericht 100×100 Lübeck

Am 15.12.2018 war es auch in Lübeck soweit, nach drei erfolgreichen Veranstaltungen in Hamburg fand nun auch im Sportbad in der Ziegelstraße die Veranstaltung 100×100 statt. Unter dem Motto „Are you tough enough“ starteten 66 Schwimmerinnen und Schwimmer zu einem langen Abend im Wasser. Veranstalter war die Zeitschrift Swim in Kooperation mit dem Trisport Lübeck. Super organisiert unter der Leitung von Martin Lenz.

Worum geht es dabei? Jeder Teilnehmer muss im Laufe des Abends genau einhundertmal die 100 Meter Distanz schwimmen. Dabei kann zwischen der Abgangszeit 2:15 und 2:00 Minuten gewählt werden. Das heißt die Uhr zählt gnadenlos weiter und wer länger braucht für eine Strecke, hat dann halt kürzer Pause. Immerhin gibt es etwa nach einem Viertel, der Hälfte und nach drei Vierteln jeweils 5 Minuten Pause, die aber sehr schnell vergehen. Und so benötigen die Teilnehmer bis zu 4 Stunden für die gesamte Distanz. Von den 66 gestarteten Teilnehmern kamen 61 ins Ziel, nur 5 mussten aufgeben. Das Ganze fand bei lauter Musik und Verpflegung vom Beckenrand statt, so dass fast Partyatmosphäre herrschte.

Der MTV Lübeck war mit vier Teilnehmern beteiligt: Peter Gerke, Sven Jilsoe, Andreas Keller und Carsten Riege. Andreas war zum 3. Mal dabei und für Peter war es das zweite Mal. Beide entschieden sich für die Abgangszeit 2:15 Minuten. Die beiden „Ersttäter“ Carsten und Sven wagten sich gleich an die 2:00 Minuten. Alle kamen gut ins Ziel. Leider musste unser Schwimmfreund Christian Schäfer krankheitsbedingt absagen, er sorgte stattdessen für Stimmung vom Beckenrand. Patricia Kutz hatte sich als offizielle Helferin zur Verfügung gestellt und uns bestens betreut und Silke Knuppen feuerte vom Beckenrand an.

Los ging’s um 18:00 Uhr und alle standen vor einem langen Abend. Bei den ersten Strecken kommt es einem endlos vor, doch so nach 15-16 Runden beginnt die Vorfreude auf die erste Pause als kleines Zwischenziel. Das macht Mut und dann sind es ja „nur“ noch 25 Mal bis zur Hälfte. Doch irgendwann hat wohl jeder einen Tiefpunkt, etwa wenn schon 62 Strecken geschafft sind aber immer noch 38 zu absolvieren sind. Und jeder hat wohl den Punkt an dem der Körper fragt wie lange das wohl noch so geht. Aber spätestens nach 80 Starts ist klar, den Rest schaffen wir auch noch und mit jedem Male steigt die Euphorie. Die letzten 100 Meter sind die Kür im Schein von Wunderkerzen. Einige wenige dürfen noch 100 oder 200 Meter nachschwimmen und dann geht es zum Gruppenfoto und zur Siegerehrung. Alle gehen müde und stolz nach Hause.

Fazit, eine tolle Veranstaltung, die aber nur gut trainierten Schwimmern zu empfehlen ist. Der sporadische Hobbyschwimmer wird hier sicher an seine Grenzen kommen. Falls ihr die Möglichkeit habt mal an sowas teilzunehmen, tut es. Die nächste Gelegenheit am 2.3.2019 in Hamburg ist schon ausgebucht, aber für den 30.3. in Flensburg gibt es noch freie Plätze.

Andreas Keller

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